Warum Bio-Imkerei?

Warum Bio-Imkerei?

… fliegen die Bienen nicht ohnehin dorthin, wo sie hinwollen?

Was ist eigentlich „Bio“?

Der Hauptgedanke in der ökologischen Landwirtschaft ist ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Dabei wird der Mensch – und auch der landwirtschaftliche Betrieb – als Teil des lebendigen Organismus unseres Planeten gesehen, wo Pflanzen, Tiere und der Boden eine Einheit bilden.

Vor fast 100 Jahren, bereits im Jahr 1924 wurde die bio-dynamische Wirtschaftsweise eingeführt. Auch der organisch-biologische Landbau (auch naturgemäßer Landbau) gehen mit ihren Ursprüngen weit ins letzte Jahrhundert zurück. Somit hat der ökologische Landbau eine lange Tradition und ist keine Erfindung der Neuzeit.

Ziele der ökologischen Landbaumethoden sind

  • einen möglichst geschlossenen betrieblichen Nährstoffkreislauf erreichen. Futter- und Nährstoffgrundlage soll der eigene Betrieb sein
  • die Bodenfruchtbarkeit soll nicht nur erhalten sondern auch vergrößert werden
  • Tiere werden artgemäß oder wesensgemäß gehalten und mit streng an die Fläche gebundenem Viehbesatz gehalten

Die Ziele werden durch Maßnahmen wie dem Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln unterstützt. Ebenso der Anbau wenig anfälliger Sorten und in geeigneten Fruchtfolgen. Zur Schädlingsbekämpfung werden gezielt Nützlinge eingesetzt. Die Bekämpfung von Beikräutern (es gibt nämlich streng genommen keine Unkräuter) wird durch Hacken und Abflammen praktiziert.

Die Fütterung der Tiere wird möglichst mit hofeigenem Futter durchgeführt, es sollen möglichst wenig Futtermitteln zugekauft werden. Wenn zugekauft wird, ist das zugekaufte Futter selbstverständlich auch ökologisch-zertifiziertes Biofutter.

Ökologischer Landbau ist besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt.

Das Ziel im Ökolandbau ist der Erhalt und die Schonung der Ressourcen. Wir sind in hohem Maße bestrebt vielfältige und positive Auswirkungen auf die Umwelt auszuüben:

Bodenschutz

Ökologische Landbaumethoden fördern die Humusbildung und das Bodenleben. In den Feldern und Wiesen der Ökobauern sind Biomasseanteile und mikrobielle Aktivität in der Regel höher als im konventionellen Landbau. Die natürliche Bodenfruchtbarkeit steigt an. Krumenverluste durch Erosion werden weitgehend vermieden.

Gewässerschutz

Ökologischer Landbau belastet das Grund- und Oberflächenwasser in der Regel weniger mit Nährstoffen, wie zum Beispiel Nitrat, als der konventionelle Landbau. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel schließt den Eintrag solcher Pflanzenschutzmittel aus. Weil die Viehhaltung an die Fläche gebunden ist, fallen meist nicht mehr Nährstoffe durch Mist und Gülle an, als den Pflanzen auf den hofeigenen Flächen problemlos zugeführt werden können.

Artenschutz

Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und das niedrige Düngeniveau wird die Vielfalt des Tier- und Pflanzenlebens gefördert. Auf den Öko-Flächen finden sich häufig mehr Arten als auf den konventionell bewirtschafteten Flächen.

Tierschutz

Eine artgemäße Haltung der Tiere entspricht den Prinzipien des ökologischen Landbaus und wird garantiert. Den Tieren wird unter anderem genügend Auslauf gewährt. Die Haltungsbedingungen werden regelmäßig überprüft.

Weitere Informationen rund um das Thema ökologische Landwirtschaft finden Sie auf der Seite von Bioland.